Flughafen Jorge Chávez in Lima

Der internationale Flughafen Jorge Chávez in Lima, liegt ungefähr zehn Kilometer außerhalb der peruanischen Hauptstadt und ist der wichtigste Flughafen in Peru. Das Flughafengelände grenzt an die Stadt Callao, die westlich von Lima am Pazifik gelegen ist. Der Aeropuerto Internacional Jorge Chávez befördert im Jahr etwa sechs Millionen Passagiere, was ihn mit Abstand zum größten Flughafen des Landes macht. Gebaut wurde der Flughafen, um den alten Flughafen in San Isidro zu ersetzen, was schließlich mit der Eröffnung 1960 geschah. Es gibt eine Startbahn und eine Landebahn. Seit 2001 wird der Flughafen Jorge Chávez von der privaten Gesellschaft Lima Airport Partners (LAP) geführt, die eine Tochtergesellschaft von Alterra Partners und der deutschen Fraport AG ist. Im Zuge der Privatisierung wurde eine Renovierung und Erweiterung vorgenommen. Im Jahr 2005 nahm der neue Abfertigungsbereich für nationale und internationale Passagiere mit sieben Gates seinen Betrieb auf. Zusätzlich wurde ein moderner Shoppingbereich eröffnet. Seit 2009 ist auch der zweite Erneuerungsbereich geöffnet, welcher zusätzliche 19 Gates beherbergt. Die Betreiber des Flughafens in Lima planen den Bau einer neuen Runway.

Der Flughafen Jorge Chávez ist der Stammflughafen der Gesellschaft LanPeru und weiterer regionaler Fluggesellschaften. Für den Flugverkehr innerhalb Perus ist Jorge Chávez das wichtigste Drehkreuz, während Lima international eher eine unbedeutende Rolle spielt. Von Europa aus wird er von der KLM an Amsterdam, von der Iberia an Madrid und von der Air France an Paris direkt angebunden. Sao Paulo, Miami, Caracas und New York werden ebenfalls direkt angeflogen. Alle weiteren Ziele sind über Flüge mit Zwischenlandung erreichbar. Zusätzlich zu der zivilen Luftfahrt sind am Flughafen Jorge Chávez auch die peruanische Luftwaffe sowie die Marine stationiert. Auch als Frachtflughafen, unter anderem, um Aji Amarillo und Rocoto aus Südamerika nach Europa zu bringen, spielt der Flughafen Lima ebenfalls eine Rolle.

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de